Gute Ökumene auszeichnen

Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in der Schweiz AGCK startet ein neues Projekt: Im November 08 werden die ersten Projekte mit dem Oecumenica-Label ausgezeichnet. Das Label wird für beispielhafte Umsetzung der Charta oecumenica verliehen. Die Vorbereitungen laufen.

Gemeinsame Gottesdienste, Bahnhofkirchen oder Tierschutzprojekte über die kirchlichen Grenzen hinaus: Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in der Schweiz zeichnet mit dem neuen Label ökumenische Projekte von Einzelpersonen, Kirchgemeinden, Pfarreien oder kirchlichen Organisationen aus – europaweit neu für einen nationalen Kirchenrat.

«Wenn Sie das Oecumenica-Label der AGCK auf Broschüren oder Briefen einer Organisation für ein Projekt sehen, können Sie sicher sein: Hier ist gute Ökumene drin, hier wird die Charta Oecumenica umgesetzt», erklärt Pfarrer Ruedi Heinzer, Präsident der AGCK.

Lokale, regionale, überregionale und nationale Projekte, die christliche Konfessionen verbinden, können zur Auszeichnung gemeldet werden. Eine Kommission überprüft, ob alle relevanten Kriterien zur Labelverleihung erfüllt sind. Das Präsidium der AGCK verleiht dann auf Antrag der Kommission die Auszeichnung.

Das Oecumenica-Label hilft, ökumenische Projekte bekannt zu machen. Es zeigt, was gemeinsam möglich ist und dass Ökumene in unserem Land lebt. Ziel ist es, Kirchen zu ermutigen und vermehrt sichtbar zu machen, dass sie in Jesus Christus eins sind: Zusammenarbeit und gemeinsames Gebet trotz traditioneller Unterschiede.

Weitere Informationen:

Christiane Faschon

Generalsekretärin der AGCK,

Nollenstrasse 3, 8572 Berg,

info@agck.ch



Was ist das Oecumenica-Label der AGCK?

Das Oecumenica-Label ist ein nationales Gütesiegel für beispielhafte ökumenische Arbeit. Es besteht aus einer Urkunde, einem Logo, also einem Markenzeichen, das für die Kommunikation eines ausgezeichneten Projekt verwendet werden darf, und aus einem Eintrag auf der Webpage der AGCK.

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Gedanken zur Ökumene

Dagmar Magold

«Einheit ist nicht eine Option, die wir wählen könnten oder nicht. Einheit ist Geschenk». Diese Worte des ehemaligen Generalsekretärs des Lutherischen Weltbundes, Dr. Ishmael Noko, haben mich geprägt. Nach Paulus sind wir alle bereits der eine Leib Christi, verbunden durch den Heiligen Geist und die Taufe und umschlungen vom Band der Liebe. Das vergessen wir oft und pflegen unsere konfessionellen und traditionellen Egotrips. Dadurch haben wir unnötig die Einheit in Christus beschädigt. Und nun meinen wir, wir müssten sie mühsam herstellen, dabei ist sie uns längst schon geschenkt. Wenn wir das alle in unserem täglichen Leben und in der kirchlichen Zusammenarbeit beherzigen würden, ragte wohl ein Zipfel des Reiches Gottes in unsere Welt. Dann wären wir alle gemeinsam, ein jedes auf seine Art, der lebendige Leib Christi und lebendige Zeugen für die Welt. Daran will ich mitarbeiten.

Pfarrerin Dagmar Magold