Gebet für die Schöpfung

Die Charta Oecumenica setzt sich für die Bewahrung der Schöpfung ein. Unter Kapitel 9, «Die Schöpfung bewahren» heisst es:

«Im Glauben an die Liebe Gottes, des Schöpfers, erkennen wir dankbar das Geschenk der Schöpfung, den Wert und die Schönheit der Natur. Aber wir sehen mit Schrecken, dass die Güter der Erde ohne Rücksicht auf ihren Eigenwert, ohne Beachtung ihrer Begrenztheit und ohne Rücksicht auf das Wohl zukünftiger Generationen ausgebeutet werden.

Wir wollen uns gemeinsam für nachhaltige Lebensbedingungen für die gesamte Schöpfung einsetzen. In Verantwortung vor Gott müssen wir gemeinsam Kriterien dafür geltend machen und weiter entwickeln, was die Menschen zwar wissenschaftlich und technologisch machen können, aber ethisch nicht machen dürfen. In jedem Fall muss die einmalige Würde jedes Menschen den Vorrang vor dem technisch Machbaren haben.

Wir empfehlen, einen ökumenischen Tag des Gebetes für die Bewahrung der Schöpfung in den europäischen Kirchen einzuführen».

Vom 1. September bis 4. Oktober soll in allen Kirchen der Schweiz ein Gebet für die Schöpfung gehalten werden. Spiritualität und Engagement sollen gemeinsam gestärkt werden.

Die AGCK kündigt deshalb die von der Kommission «Kirche und Umwelt oeku» jährlich herausgegebenen Materialien an und empfiehlt sie.

Gipfelkreuz

Gipfelkreuz

Gedanken zur Ökumene

Ruedi Heinzer

«Der Meister sprach von Schafen in anderen Ställen. Sie würden seine Stimme hören, und dann werde nur noch ein Hirt und eine Herde sein. Wie ich ihn kenne, sprach er nicht von irgendeinem Jenseits. Darum bleibt meine Zuversicht in die ökumenische Bewegung unerschütterlich. Von Herdenschutzhunden, Stacheldraht- und Elektrozäunen und von besitzanzeigenden Ohr- oder Brandmarken hat er notabene nie etwas gesagt. Das braucht es nicht, wenn die Herde mit ihrem Hirten durch die Zeit zieht.»

Ruedi Heinzer, ref. Pfarrer, ehemals Ratsmitglied des SEK, Präsidiumsmitglied der AGCK-CH