Dritte Europäische Ökumenische Versammlung EEA3 in Sibiu

Wie weiter nach Sibiu?

Die Schweizer Delegation von Sibiu legte Ende 2007 die Schwerpunkte für die Weiterarbeit fest. Dabei spielen das gemeinsame Gebet und die Verbreitung und Umsetzung der Charta Oecumenica eine wichtige Rolle. Der vollständige Text des Arbeitspapiers des Follow-up zu Sibiu vom November 2007 ist bei der Generalsekretärin erhältlich.

Schwerpunkte der Weiterarbeit

Charta Oecumenica

Die Charta ist zu wenig bekannt. Sie muss in allen Mitgliedkirchen der AGCK auf allen Ebenen verbreitet und diskutiert werden.

Migration/Integration

Die Kirchen müssen beim Thema Migration federführend werden und eine ihrer Prioritäten setzen.

Die Schweizer Delegierten fordern deshalb das Stimmrecht für alle – auch AusländerInnen – in der Kirche.

Schöpfung

Die Charta Oecumenica tritt für die Bewahrung der Schöpfgung ein (Kapitel 9) Ein nachhaltiger Lebensstil muss deshalb in den Gemeinden diskutiert werden Dazu sollen alle Papiere der Oeku gesammelt werden.

Vom 1.9 – 4.10 ist eine Schöpfungszeit in allen Kirchen zu halten.

Dazu kündigt die AGCK die von der oeku jährlich herausgegebenen Materialien an und empfiehlt sie.

Einheit

In die lokalen AGCK sollen die orthodoxen Kirchen explizit eingeladen werden.

Um die Einheit zu stärken, sollen die Kirchen theologisch christozentrisch anstatt ekklesiologisch arbeiten.

Die Delegierten empfehlen, im Französisch für Einheit den Begriff ‚Reconciliation’ zu verwenden und nicht ‚Unité’.

Die Schweizer Delegation hat sich in Sibiu für ein gemeinsames Osterdatum eingesetzt, Sie tut dies weiterhin. 2010, 2011 und 2014 fallen die Ostertermine der östlichen und westlichen Kirchen auf ein Datum. Hier sollen ökumenische Gottesdienste vorbereitet und das gemeinsame Datum propagiert werden. Nachher sollte es beibehalten werden.

Die AGCK soll sich dafür einsetzen, dass weitere Kirchen sich gegenseitig die Taufe anerkennen.

Der Ökumenische Kirchentag 2010 in Deutschland soll zu einem europäischen Kirchentag ausgebaut werden.

Konfessionsverbindende Familien (Mischehen) sollen in der Schweiz vermehrt unterstützt werden. Adresse AFI-CH, Postfach 322, 1255 Veyrier. Ansprechperson: Pfarrer Lipp, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Spiritualität

Die Bezeichnungen „Gebet», «Andacht», «Gottesdienst» sollen exakt angewendet werden, damit es nicht zu Problemen kommt zwischen den Kirchen.

Die Delegation legt grossen Wert darauf, dass in allen Regionen ein Mal im Monat ein ökumenisches Gebet stattfindet, dazu sollen gemeinsame Pilgerreisen kommen.

Interreligiöser Dialog

Die Schweizer Delegation stellt fest, dass die Religionen in Europa eher parallel als miteinander leben. Islamophobie ist auch unter Christinnen und Christen weit verbreitet: Diese Ängste müssen angesprochen und aufgearbeitet werden.

Die Kirchen sollen ihren Einsatz gegen Antisemitismus (Schule, Verkündigung) verstärken, wie dies die Charta Oecumenica in Kapitel 10 fordert.

Weiter ist zu klären: Wo stehen die einzelnen Kirchen im interreligiösen Dialog, und wie halten sie es mit der Frage der Missionierung/Konversionen? Hier soll die AGCK den Bestand erheben.

In der Woche der Religionen sollen die Kirchen mitarbeiten, Informationen und Kirchenbesuche anbieten. Dazu kann eine «Nacht der Kirchen» organisiert werden, wie dies etwa die AGCK Zürich in Abständen mit Erfolg anbietet.

Im interreligiösen Dialog bietet die Frauenfrage oft grosse Probleme. Sie muss immer mit bedacht werden.

Bibel und ethische Regeln:

Metropolit Kyrill betonte in Sibiu die moralischen Werte, die direkt aus der Bibel abzuleiten seien (Gleichstellung Mann-Frau; Gleichgeschlechtlichkeit…) Für reformiertes Verständnis aber können ethische Regeln nicht direkt aus der Bibel hergeleitet werden. Für westliche Kirchen besteht hier Diskussionsbedarf mit der Orthodoxie.

Gerechtigkeit

Die Schweizer Kirchen unterstützen massgeblich die Millenniumsziele und die 0,7% Kampagne zur Erhöhung der Schweizer Entwicklungshilfe. Dieser Weg soll weiter gestärkt werden.

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