Neue Statuten und Geschäftsordnung für die nationale Ökumene

Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in der Schweiz AGCK.CH hat neue Statuten und eine neue Geschäftsordnung erhalten. Diese treten am 1. Januar 2016 in Kraft.

Die neuen Statuten und die neue Geschäftsordnung sind nach einem langen Prozess und mehreren Vernehmlassungen am 4. November 2015 von der Plenarversammlung der AGCK.CH verabschiedet worden. Die Kirchenleitungen der Mitgliedkirchen und der Kirchen im Gaststatus haben sie ebenfalls gut geheissen.

Das Resultat ist eine formale Revision: Beide wurden klar strukturiert und juristisch überprüft, so dass eine zeitgemässe Struktur entstand. Der Name wurde angepasst und heisst nun neu AGCK.CH.

«Die AGCK.CH kann sich nun besser den heutigen Herausforderungen stellen», sagt deren Präsident, Bischof Harald Rein. «Die Kirchen stehen vor neuen Aufgaben. Regierung und Gesellschaft tragen im Gegensatz zu früher andere Themen und Fragen an sie heran.»

Pfarrer Stefan Gisiger, Mitglied der Arbeitsgruppe Statuten/Geschäftsordnung sagt: «Ich bin froh, dass die AGCK.CH als einzige nationale ökumenische Plattform in der Schweiz, in der orthodoxe, katholische, evangelische und freikirchliche Vertreter an einem Tisch sitzen, nach einem langen Prozess nun eine zeitgemässe Struktur hat. Sie kann damit ihrem Grundgedanken der Vernetzung und des Gesprächs der verschiedenen Kirchenfamilien untereinander weiter dienen.»

 

Bezug zu Charta Oecumenica

In der Präambel wird nun die Charta Oecumenica ein offizieller Bezugspunkt: «Sie will die in Jesus Christus begründete und bestehende Einheit der Kirchen auf der Grundlage der Heiligen Schrift bezeugen, ihrer Erfüllung dienen und die Zusammenarbeit der Kirchen im Geist der Charta Oecumenica fördern, zur Ehre des dreieinen Gottes, des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.»

Das Präsidium besteht weiter aus kirchenleitenden Personen der Mitgliedkirchen. Die Schweizer Bischofskonferenz und der Schweizerische Evangelische Kirchenbund verfügen wie bisher über je 2 Mitglieder, die kleineren Kirchen über je eines.

Die Befugnisse der Plenarversammlung wie auch des Präsidiums wurden nicht massgeblich geändert. Das Generalsekretariat bleibt erhalten.

 

Finanzen

Der Schweizerische Evangelische Kirchenbund und die Schweizer Bischofskonferenz übernehmen je 45 Prozent des Betriebsbeitrages. Die restlichen 10 Prozent werden auf die verbleibenden Mitgliedkirchen und Kirchen im Gaststatus aufgeteilt. Auf frühzeitige Budgetplanung seitens der AGCK.CH wird grossen Wert gelegt, damit die Mitgliedkirchen und die Kirchen im Gaststatus finanzielle Planungssicherheit erhalten.

Christiane Faschon

 

Informationen

Auskunft: Bischof Harald Rein, Präsident der AGCK.CH: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Pfarrer Stefan Gisiger, Arbeitsgruppe Statuten und Geschäftsordnung: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Dokumente: Die neuen Statuten können bezogen werden bei Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! und ab Mitte Januar im Internet herunter geladen werden unter http://www.agck.ch/de/dokumente, Statuten und Geschäftsordnung


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