Wer Heiligabend arbeitet, fehlt zuhause

Heiligabend ist Familientag. In diesem Jahr fällt der Beginn des Weihnachtsfestes zudem auf einen Sonntag. Die Geschäfte sollen an diesem Tag geschlossen bleiben, betont die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in der Schweiz AGCK.CH.

In der Adventszeit bereiten sich Christinnen und Christen auf das Weihnachtsfest vor. Längst ist der Advent keine Fastenzeit mehr, dennoch gilt er als ruhige und besinnliche Zeit. Im Gegensatz zu diesem Anspruch steht der Befund, dass viele den Advent als stressig und hektisch wahrnehmen.

Die Kirchen fordern, die Bedürfnisse der gesamten Bevölkerung zu berücksichtigen und nicht alle vorweihnachtlichen Sonntage für den Verkauf zu öffnen, damit den gemeinsamen christlichen Wurzeln und Traditionen der notwendige Raum gegeben wird. Dies gilt umso mehr, wenn der vierte Adventssonntag auf den Beginn des Weihnachtsfestes fällt.

Die AGCK.CH unterstützt den Aufruf, die Geschäfte am Sonntag, 24. Dezember geschlossen zu lassen und ermutigt Geschäftsinhaber, die Angestellten an diesem Tag ihren Familien zu überlassen. Wer am Sonntag arbeitet, fehlt zuhause. Und wer an diesem Sonntag, 24. Dezember arbeiten muss, fehlt der Familie bei der Vorbereitung auf eines der wichtigsten Familienfeste im Jahr.

Die AGCK.CH ist Mitglied der Sonntagsallianz, die sich wiederholt zur gesellschaftlichen und christlich-kirchlichen Bedeutung des Sonntags äussert. Der Sonntag unterbricht den Alltag und schützt die Freiheit der Menschen, weil er der ökonomischen Verfügung über sie eine Grenze setzt. Er bildet den Raum für Erholung, Freizeit und Begegnung. Eine Gesellschaft, die sich keine Zeit mehr nimmt, um zur Besinnung und zur Ruhe zu kommen, Gottesdienst zu feiern und sich darin auch ihre eigene Tradition und Herkunft vergegenwärtigt und wach hält, setzt die eigenen Fundamente aufs Spiel.


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