Oecumenica-Label für ökumenischer Auftritt an Fachmesse

Kontrapunkt im hektischen Berufsalltag

Das Präsidium der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in der Schweiz AGCK hat im September dem Projekt „Kirchen an der Igeho“ das Oecumenica-Label verliehen. Ausgezeichnet wird das Einstehen für christliche Werte an einer Messe, die für Rendite steht.

Die Kirchen setzen an der alle zwei Jahre in Basel stattfindenden Internationalen Fachmesse für Hotellerie, Gastronomie und Ausser-Haus-Konsum Igeho einen Kontrapunkt zum Messe-Kommerz. Sie zeigen, dass die christlichen Grundwerte eine weit höhere „Rendite“ abwerfen als die modernste Kücheneinrichtung und das ausgeklügeltste Sicherheitssystem.

Da wird für einen Auftritt das Bibelwort „Ihr seid das Salz der Erde“ eingesetzt: Ein grosser Salzberg dient als Blickfang. Von diesem können Besucherinnen und Besucher etwas Salz mitnehmen und jemandem schenken. Unterschiedliche Säcklein werden zum Füllen angeboten und dienen als Anknüpfungspunkt für Gespräche.

Ausserdem wird den Angestelten ein Ruheraum zur Verfügung gestellt, dem sie durchatmen können. Am Messesonntag führen die Kirchen ein Forum durch.

Aus sehr kleinen Anfängen hat sich ein beachteter ökumenischer Auftritt entwickelt. Zur Trägerschaft gehören unter anderem der Schweizerische Evangelische Kirchenbund, die Schweizer Bischofskonferenz, die Evangelisch-reformierte Landeskirche Graubünden, die Zürcher und Basler Stadtmission, die Heilsarmee sowie der Verband Christlicher Hotels Schweiz. Hier arbeiten drei verschiedene Kirchen (Reformierte, Römisch-Katholische, Heilsarmee) sowie Kommissionen, Institutionen und Fachstellen der verschiedenen Kirchen zusammen,

„Das Projekt ist ein eindrücklicher Beweis dafür, was gemeinsam möglich ist, wenn Christen, denen die Ökumene ein Anliegen ist, mit beharrlichen Schritten an einem konkreten Ziel arbeiten. Das Projekt macht mitten in der Welt sichtbar und erfahrbar, dass Ökumene in unserem Land lebt“, betont die Trägerschaft.

Christiane Faschon, Generalsekretärin

Weitere Informationen:

Ökumenischer Auftritt Igeho:

Hermann Battaglia,

Telefon: 033 654 1503;

www.lebenssalz.ch


Generalsekretärin AGCK:

Christiane Faschon

Nollenstrasse 3

8572 Berg

info@agck.ch

Gedanken zur Ökumene

Eduard Wildbolz

«Ökumene ist ein Wartesaal, in welchem die Wartenden darauf warten, dass die anderen den ersten Schritt auf die Einheit hin tun…..aber auch die Charta Oecumenica, die 2011 10 Jahre alt wird. Dort heisst es: "Die Kirchen müssten in allen Dingen gemeinsam handeln, abgesehen von solchen, in denen tiefe Unterschiede der Überzeugung sie zwingen, für sich allein zu handeln." Und das haben die Mitgliedkirchen der AGCK Schweiz alle unterschrieben.»

Pfarrer Eduard Wildbolz, Kirchlindach/BE, früher Sekretär der AGCK