26.10.2009 – Taufanerkennung ausweiten

Die Plenarversammlung der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in der Schweiz AGCK hat am 21. Oktober entschieden, eine Arbeitsgruppe zum Thema Ausweitung der Taufanerkennung der Landeskirchen von 1973 einzusetzen.

Grundlage der Arbeit ist ein Gutachten von Prof. Urs von Arx. Dieser hat den aktuellen Stand der Mitgliedkirchen der AGCK ermittelt. ‚Das Gutachten zeigt, dass eine Überarbeitung der Erklärung der Landeskirchen von 1973 auf der Grundlage der Magdeburger Erklärung 2007 in Deutschland sinnvoll ist. Weiter haben Abklärungen ergeben, dass eine solche Erklärung eine solide theologisch-pastorale Grundlage braucht’, erklärt Bischof Vitus, Präsident der AGCK.

Bereits 1973 hatten der Schweizerischen Evangelischen Kirchenbund, die Römisch-katholische Bischofskonferenz der Schweiz und die Christkatholische Kirche der Schweiz eine gegenseitige Taufanerkennung beschlossen. Diese Erklärung soll nun in ihrem Wortlaut überprüft und ergänzt werden. Dazu soll die gegenseitige Taufanerkennung auf möglichst viele Mitgliedkirchen der AGCK ausgeweitet werden. Ein Begleitheft mit theologischen und pastoralen Erwägungen soll die Arbeit der Gemeinden vertiefen.

Weitere Informationen:

Auskünfte:
Bischof Vitus Huonder, Bischöfl. Ordinariat, Hof 19, 7000 Chur, bischofssekretariat@bistum-chur.ch


Die Dokumente «Magdburger Erklärung», «Taufanerkennung 1973» und das «Gutachten von Arx» können Sie auch unter Projekte downloaden.

Gedanken zur Ökumene

Dagmar Magold

«Einheit ist nicht eine Option, die wir wählen könnten oder nicht. Einheit ist Geschenk». Diese Worte des ehemaligen Generalsekretärs des Lutherischen Weltbundes, Dr. Ishmael Noko, haben mich geprägt. Nach Paulus sind wir alle bereits der eine Leib Christi, verbunden durch den Heiligen Geist und die Taufe und umschlungen vom Band der Liebe. Das vergessen wir oft und pflegen unsere konfessionellen und traditionellen Egotrips. Dadurch haben wir unnötig die Einheit in Christus beschädigt. Und nun meinen wir, wir müssten sie mühsam herstellen, dabei ist sie uns längst schon geschenkt. Wenn wir das alle in unserem täglichen Leben und in der kirchlichen Zusammenarbeit beherzigen würden, ragte wohl ein Zipfel des Reiches Gottes in unsere Welt. Dann wären wir alle gemeinsam, ein jedes auf seine Art, der lebendige Leib Christi und lebendige Zeugen für die Welt. Daran will ich mitarbeiten.

Pfarrerin Dagmar Magold