Gebet in und für die Gemeinschaft
Das Präsidium der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in der Schweiz AGCK hat im August dem Conseil des Eglises chrétiennes dans le Canton de Vaud das Oecumenica-Label verliehen. Ausgezeichnet werden die ökumenischen Gottesdienste in der Kathedrale Lausanne,
Jeden Monat lädt eine Kirche oder eine kirchliche Gemeinschaft, die dem Conseil des Eglises chrétiennes dans le Canton de Vaud CECCV angehört, zu einem Gebets-Gottesdienst in die Kathedrale in Lausanne ein. Dies seit 2004!
«Der CECCV hat ihre Wurzel im Gebet“, betont Pfarrer Martin Hoegger, Präsident. „Hier holen wir uns Energie für die nicht immer einfache Arbeit in der Ökumene. Diese Gottesdienste stärken unsere spirituelle Dynamik.»
Da gab es einen Gottesdienst, der von 12 afrikanischen katholischen und protestantischen Gemeinschaften gestaltet wurde. Für andere übernahmen ökumenische Gebetsgruppen und Organisationen, Jugendgruppen oder die Blinden-Mission die Gestaltung.
Manche Gottesdienste werden von einer Kirche oder Gemeinschaft, andere von mehreren gemeinsam vorbereitet. «Jede Gemeinschaft ist frei, ihrer Tradition Ausdruck zu verleihen. Alle sind eingeladen...», erklärt die Label-Kommission in ihrem Gutachten. So würden Vorurteile abgebaut und die geschwisterliche Gemeinschaft im Glauben gestärkt.
Die Kathedrale in Lausanne stammt aus dem 7. Jahrhundert und gehört dem Kanton. Die politisch Verantwortlichen würdigen diese Gottesdienste als Zeichen der Zusammenarbeit der Kirchen für eine christliche Gemeinschaft.
Dem CECCV gehören 19 Kirchen und christliche Gemeinschaften an. Neben den Landeskirchen sind dies mehrere orthodoxe Kirchen, aber auch Adventisten, Freikirchen oder die Heilsarmee.
Die feierliche Übergabe des Oecumenica-Labels wird 2010 stattfinden.
Christiane Faschon, Generalsekretärin

