Ökumenischer Messeauftritt an der Igeho

Die Kirchen setzen an der alle zwei Jahre in Basel stattfindenden Internationalen Fachmesse für Hotellerie, Gastronomie und Ausser-Haus-Konsum Igeho einen Kontrapunkt zum Messe-Kommerz. Das Projekt macht «mitten in der Welt» erfahrbar, dass Ökumene in unserem Land lebt. Ursprünglich von einer konfessionellen Fach-Arbeitsgruppe in die Wege geleitet, ist das Engagement heute ökumenisch breit abgestützt; es wird durch Personen aus kirchlichen Fachstellen, Kommissionen, Verbänden, Diensten und Institutionen und in Zusammenarbeit mit den kirchlichen Instanzen realisiert.

Das Projekt «Kirchen an der Igeho» macht das Messepublikum auf glaubhafte Art und Weise auf die Anliegen der Charta Oecumenica aufmerksam. Mit dem Kirchenauftritt werden die Besucherinnen und Besucher an Beispielen aus ihrer Berufswelt in einen Dialog darüber einbezogen, dass es nicht nur die an einer Messe lautstark propagierten Werte gibt, sondern dass die christlichen Grundwerte eine weit höhere «Rendite» abwerfen als die modernste Kücheneinrichtung und das ausgeklügeltste Sicherheitssystem.

Das Projekt in Kürze

Der Kirchenauftritt wird heute sehr beachtet. So haben die Kirchen 2007 mit ihrer durch einen Salzberg unterstützten Botschaft «Ihr seid das Salz der Erde» grosse Aufmerksamkeit erreicht. Die Auswertung ergab, dass an den 5 Messetagen neben den unzähligen «beiläufigen Begegnungen» ungefähr 4000 Einzelgespräche zu rund 5 Minuten geführt werden konnten. Es wird auch «Literatur» abgegeben. So eine Spezialausgabe der Gastrozeitschrift «der bote», die ausschliesslich dem Kirchenauftritt an der Igeho gewidmet ist.

Dieser Erfolg ist neben der Ermutigung durch die Messeleitung mit ein Grund, dass 2009 der «Salzauftritt» weiter entwickelt und wiederholt wird. Erstmals bieten die Kirchen vor allem den an den Messeständen Beschäftigten zusätzlich einen Raum an, in dem man sich zurückziehen, sich ausruhen, sich besinnen kann.

Das Projekt ist kirchlich verankert. Es ist Brücke zwischen drei verschiedenen Kirchen (Reformierte, Römisch-Katholische, Heilsarmee) sowie zwischen Kommissionen, Institutionen und Fachstellen der verschiedenen Kirchen schlagen. Es hilft, die soziale Verantwortung zu fördern, die Völker und Kulturen zu versöhnen, weil wir gemeinsam handeln und gemeinsam das Evangelium verkündigen.

Weitere Informationen:

www.lebenssalz.ch

Gedanken zur Ökumene

Zorica Savovic

«Oekumene ist: christliche Nächstenliebe, Verantwortung, Zusammenarbeit, Hilfe und Verbundenheit.»

Zorica Savovic, Schönenwerd/SO