Besinnlicher Beginn der Legislatur des Parlaments

Zum Beginn der neuen Legislatur der Eidgenössischen Räte hat am 3. Dezember ein ökumenischer Gottesdienst im Berner Münster stattgefunden. Neben wichtigen politischen Amtsträgern nahmen auch Verantwortliche vieler Kirchenleitungen teil.

Am ökumenische Gottesdienst zum Auftakt der Legislatur haben Bundespräsidentin Calmy-Rey, Nationalratspräsidentin Christine Egerszegy, Ständeratspräsident Peter P. Bieri, Nationalratspräsident 2007/08?André Bugnon, Ständeratspräsident 2007/08?Christoffel Brändli sowie viele Parlamentarier und Parlamentarierinnen mit ihren Angehörigen teilgenommen. Der Gottesdienst wird traditionsgemäss von den Mitgliedkirchen der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in der Schweiz AGCK getragen.

Pfarrer Ruedi Heinzer, Präsident der AGCK, begrüsste die Anwesenden. SEK-Ratpräsident Pfarrer Thomas Wipf las die Seligpreisungen in Deutsch, Französisch und Italienisch. Bischof Bernhard Genoud von Lausanne, Genf und Freiburg hielt eine kurze Meditation dazu. Er betonte, dass dieser Bibeltext nicht dafür plädiere, die Hände in den Schoss zu legen. Im Gegenteil, er betone die Würde aller Menschen und fordere zum Engagement auf. Solidarität, Friede, Gerechtigkeit und der Respekt vor jedem Menschenleben seien grundlegende Werte nicht nur für Christinnen und Christen.

Ständeratspräsident Peter P. Bieri bekräftigte in einem Gebet die Bereitschaft der politisch Verantwortlichen, dem Volk und den Menschen zu dienen. Nationalratspräsidentin Christine Egerszegy sprach im Gebet die Bitte aus, dass Gott die Regierungsverantwortlichen leite und ihnen zu einem sorgsamen Umgang mit der Schöpfung und einer guten Zusammenarbeit verhelfe.

Bischof Makarios de Lampsaque, Schweizer Diözese des Patriarchats von Konstantinopel, Kommissär Kurt Burger, Heilsarmee und Reverend Adele Kelham, Anglikanische Kirche, sprachen die Fürbitten, die in das gemeinsam und mehrsprachig gesprochene ‚Unser Vater im Himmel’ einmündete. Den Schlusssegen spendeten Bischof Fritz-René Müller, Christkatholische Kirche, Bischof Genoud und Pfarrer Thomas Wipf in den drei Landessprachen.

Daniel Glaus, Orgel und Les Tubadours mit Thomas Rüedi, Roland Fröscher, beide Euphonium, Guy Michel und Etienne Crausaz,Tuba, setzten die Texte und Gebete immer wieder in einen hochkarätigen musikalischen Rahmen.

Die parlamentarischen Dienste, die Sicherheitsdienste und der Einsatz der Sigriste des Berner Münsters haben den reibungslosen Verlauf des Gottesdienstes mit ermöglicht. Der beeindruckende Blumenschmuck war ein Geschenk der Bundesgärtnerei.

Christiane Faschon, Generalsekretärin der AGCK

Die AGCK vertritt auf nationaler Ebene die Ökumene in der Schweiz. Mitglieder sind der Schweizerische Evangelische Kirchenbund SEK, die Römisch-katholische Kirche der Schweiz, die Christkatholische Kirche der Schweiz; die Evangelisch-methodistische Kirche in der Schweiz, der Bund Schweizer Baptistengemeinden, die Heilsarmee; der Bund Evangelisch-lutherischer Kirchen in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein, die Orthodoxe Diözese der Schweiz des ökumenischen Patriarchates von Konstantinopel sowie die Vertretung der serbisch-orthodoxen Kirche in der Schweiz, und die Anglikanische Kirche in der Schweiz.

Quelle: AGCK, 11.12.2007

Plus d'information:

Pfr. Ruedi Heinzer,
ruedi.heinzer@gmx.ch


Christiane Faschon,
Telefon/Fax 071 636 15 06, christiane_faschon@yahoo.de

Gedanken zur Ökumene

Reverend Adèle Kelham

«Diese Arbeit ist wichtig, denn getrennt kann die Kirche ihre Aufgaben nicht richtig erfüllen. Wie können wir der Welt Gottes Liebe zeigen, wenn wir unseren Mitchristen nicht vom Herzen respektvoll lieben?! Wie fördern wir Gottes Frieden und Gerechtigkeit in der Welt, wenn wir uns gegenseitig nicht unterstützen?! Ökumene ist kein Luxus, sondern wesentlicher Teil der kirchlichen Identität.»

Reverend Adèle Kelham, Präsidentin der AGCK Schweiz, Lausanne